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Morgan Stanley bringt Ether- und Solana-ETPs mit Staking

Die US-Großbank erweitert ihr Krypto-Angebot systematisch – und liefert institutionellen Anlegern erstmals Staking-Erträge über börsengehandelte Produkte.

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Morgan Stanley bringt Ether- und Solana-ETPs mit Staking

Morgan Stanley hat zwei neue börsengehandelte Krypto-Produkte aufgelegt

den Ethereum Trust und den Solana Trust, beide notiert an der NYSE Arca. Es ist der bislang weitreichendste Schritt einer großen US-Geschäftsbank in den Kryptomarkt.

Staking als institutionelles Verkaufsargument

Beide ETPs erlauben das Staking eines Teils der verwalteten Assets. Die daraus erzielten Erträge fließen vollständig an die Investoren, ohne Einbehalt durch Morgan Stanley. Die Kostenquote liegt bei jeweils 0,14 Prozent.

Was ist Staking?

Beim Staking werden Kryptowährungen in einem Blockchain-Netzwerk hinterlegt, um dessen Betrieb zu sichern. Im Gegenzug erhalten die Teilnehmer regelmäßige Erträge, vergleichbar mit einer Zinszahlung.

Damit unterscheiden sich die Produkte von herkömmlichen Spot-ETFs auf Ether, die in den USA bislang kein Staking anbieten dürfen oder darauf verzichten. Für institutionelle Anleger entsteht ein konkreter Vorteil: Sie erhalten Zugang zu Staking-Renditen über ein reguliertes Vehikel, ohne eigene Infrastruktur betreiben zu müssen.

Systematischer Ausbau seit April

Die neuen ETPs sind kein isolierter Schritt. Im April 2026 hatte Morgan Stanley bereits den Bitcoin Trust lanciert – laut Cointelegraph das erste Spot-Bitcoin-ETP einer großen US-Bank. Das verwaltete Vermögen lag Mitte Juli bei über 381 Millionen Dollar. Anfang Juli folgte die Einführung von Spot-Kryptohandel für Bitcoin, Ether und Solana über die hauseigene Plattform E*TRADE, abgewickelt über den Infrastrukturanbieter Zero Hash.

Innerhalb von drei Monaten hat Morgan Stanley damit eine vollständige Produktpalette aufgebaut: vom Direkthandel über passive Anlageprodukte bis hin zu Staking-fähigen Vehikeln. Die Geschwindigkeit signalisiert eine strategische Entscheidung, nicht ein opportunistisches Abtasten.

Warum das jetzt zählt

Wenn eine Bank mit der Bilanz und dem Kundenzugang von Morgan Stanley Krypto-Produkte mit Staking-Komponente auf den Markt bringt, verschiebt das die Erwartungshaltung im institutionellen Segment. Konkurrenten wie BlackRock, Fidelity oder Franklin Templeton dürften den Druck spüren, vergleichbare Funktionen in ihre ETF-Strukturen zu integrieren.

Einordnung und Ausblick

Die Staking-Frage bleibt regulatorisch sensibel. Die SEC hat bislang keine einheitliche Linie zur Behandlung von Staking-Erträgen in börsengehandelten Produkten formuliert. Ob Morgan Stanleys Modell zum Standard wird, hängt davon ab, wie die Aufsicht reagiert.

Gleichzeitig zeigt der Schritt, dass große Finanzinstitute nicht mehr auf regulatorische Klarheit warten, sondern Fakten schaffen. Für die Nachfrageseite bei Ether und Solana könnte das zusätzliche institutionelle Liquidität bedeuten. Ob diese ausreicht, um die Kursentwicklung nachhaltig zu beeinflussen, bleibt abzuwarten.

Hinweis: Keine Anlageberatung. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der Information und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten dar.

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