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Krypto-ETFs: Ethereum überholt Bitcoin bei Zuflüssen

Nach acht Wochen Kapitalflucht stabilisieren sich die Spot-ETFs – doch die Gewichte verschieben sich zugunsten von Ethereum.

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Krypto-ETFs: Ethereum überholt Bitcoin bei Zuflüssen

Spot-Krypto-ETFs haben die zweite Zufluss-Woche in Folge verbucht.

Bemerkenswert dabei: Ethereum-Fonds sammelten mehr frisches Kapital ein als ihre Bitcoin-Pendants.

Ethereum-ETFs ziehen an Bitcoin vorbei

In der Woche bis zum 17. Juli flossen laut SoSoValue netto 105 Millionen Dollar in Spot-Ethereum-ETFs, nach bereits 84 Millionen in der Vorwoche. Die Bitcoin-Fonds kamen im selben Zeitraum auf rund 76 Millionen Dollar. Damit übertrafen die deutlich kleineren Ethereum-Produkte die etablierten Bitcoin-ETFs bei den wöchentlichen Nettozuflüssen.

Was ist ein Spot-ETF? Ein börsengehandelter Fonds, der den zugrunde liegenden Vermögenswert – in diesem Fall Bitcoin oder Ether – direkt hält, statt über Derivate abzubilden.

Für beide Produktkategorien markiert die zweite positive Woche eine Zäsur. Zwischen Mitte Mai und Anfang Juli hatten Anleger massiv Kapital abgezogen. Allein aus den Bitcoin-ETFs flossen in dieser Phase laut CryptoPotato über acht Milliarden Dollar ab. Die Ethereum-Fonds verloren im gleichen Zeitraum mehr als eine Milliarde. Dass sich nun ausgerechnet die Ethereum-Produkte schneller erholen, deutet auf eine veränderte Allokation institutioneller Investoren hin.

Die Erholung ist noch fragil

Der Blick auf die Tageswerte zeigt, wie wacklig das Fundament bleibt. Am Montag, dem 14. Juli, verbuchten die Bitcoin-ETFs einen Tagesabfluss von 425 Millionen Dollar. Erst die folgenden vier Handelstage drehten die Wochenbilanz ins Plus.

Die kumulativen Gesamtzuflüsse der Bitcoin-Fonds liegen bei 51,4 Milliarden Dollar und damit weiterhin deutlich unter dem Hoch von 59,3 Milliarden, das vor der Abflussphase erreicht wurde. Bei den Ethereum-ETFs stehen kumulativ 11,1 Milliarden Dollar zu Buche, nach einem Tief von 10,9 Milliarden.

Zwei positive Wochen reichen nicht aus, um von einer nachhaltigen Trendwende zu sprechen. Doch die relative Stärke der Ethereum-Zuflüsse ist ein Signal, das Beachtung verdient.

Warum das jetzt zählt

Die Verschiebung zugunsten von Ethereum-ETFs fällt in eine Phase, in der das Netzwerk durch tokenisierte Anleihen und wachsende institutionelle Nutzung an Relevanz gewinnt. Ob daraus ein dauerhafter Kapitaltrend wird, hängt davon ab, ob die Zuflüsse auch in den kommenden Wochen anhalten.

Einordnung / Ausblick

Nach einer Abflussphase von acht Wochen und über neun Milliarden Dollar Kapitalverlust in beiden Kategorien zusammen bleibt die Erholung ein früher Indikator. Sollte sich die Umschichtung zugunsten von Ethereum fortsetzen, könnte das auf eine breitere institutionelle Neubewertung des Netzwerks hindeuten. Bleibt die Erholung dagegen auf wenige Wochen begrenzt, wäre sie lediglich eine technische Gegenbewegung innerhalb eines übergeordneten Abflusstrends. Die nächsten Wochen werden zeigen, welches Szenario sich durchsetzt.

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