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Kalshi öffnet Altcoin-Perpetuals für den regulierten US-Markt

Zwölf neue Krypto-Futures ohne Verfallsdatum bei der CFTC eingereicht – der Offshore-Dominanz droht Konkurrenz

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Kalshi öffnet Altcoin-Perpetuals für den regulierten US-Markt

Die US-Prognosebörse Kalshi hat Perpetual-Futures auf zwölf Kryptowährungen bei der CFTC zertifiziert.

Damit könnte erstmals eine breite Palette von Altcoin-Derivaten über eine regulierte US-Plattform handelbar werden.

Von Bitcoin zu XRP, Solana und Dogecoin

Nur eine Woche nach der Genehmigung für Bitcoin-Perpetuals geht Kalshi in die Offensive. Die eingereichten Kontrakte umfassen unter anderem:

  • XRP
  • Solana
  • Ether
  • Dogecoin
  • Chainlink
  • Cardano

Was sind Perpetual Futures?

Perpetual Futures sind Terminkontrakte ohne festes Verfallsdatum. Anders als klassische Futures müssen sie nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt abgerechnet werden. Im Kryptomarkt sind sie das mit Abstand meistgehandelte Derivateinstrument.

Bislang liefen diese Geschäfte fast ausschließlich über Offshore-Börsen wie Binance oder Bybit, außerhalb direkter US-Aufsicht.

Die Zertifizierung bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) bedeutet, dass Kalshi die Produkte nach Ablauf der Prüffrist listen darf, sofern die Behörde keinen Einspruch erhebt. Für US-Händler würde das einen regulierten Zugang zu Altcoin-Perpetuals schaffen, den es in dieser Breite bisher nicht gibt.

Warum der Zeitpunkt zählt

Der Vorstoß fällt in eine Phase, in der mehrere Entwicklungen den institutionellen Zugang zu Kryptowährungen erweitern. Paxos integriert laut Cointelegraph Dogecoin in seine Brokerage-Infrastruktur und macht den Memecoin damit für Kunden wie PayPal und Interactive Brokers verfügbar. Gleichzeitig hat Ripple seine monatliche Escrow-Freigabe von einer Milliarde XRP durchgeführt, wobei der Großteil erfahrungsgemäß wieder gebunden wird und die tatsächliche Marktliquidität nur begrenzt steigt.

Kalshi tritt mit den neuen Kontrakten in direkten Wettbewerb mit Coinbase, das ebenfalls regulierte Perpetual-Produkte aufbaut. Der strukturelle Trend ist klar: Handelsvolumen, das jahrelang auf unregulierten Plattformen lag, soll auf beaufsichtigte US-Börsen verlagert werden. Laut Branchenschätzungen machen Perpetuals global über 75 Prozent des gesamten Krypto-Derivatehandels aus.

Einordnung und Ausblick

Die CFTC-Zertifizierung ist ein regulatorischer Meilenstein, aber kein Automatismus für den Markterfolg. Ob US-Händler tatsächlich in großem Umfang von Offshore-Plattformen wechseln, hängt von Gebührenstrukturen, Liquiditätstiefe und der endgültigen Produktausgestaltung ab. Die neuen Kontrakte könnten die Preisfindung bei Altcoins verändern, wenn ein signifikanter Teil des Volumens künftig über regulierte Handelsplätze läuft.

Auf der anderen Seite verzeichneten Krypto-Anlageprodukte laut CoinShares zuletzt drei Wochen in Folge Nettoabflüsse von insgesamt 4,2 Milliarden US-Dollar. Ob regulierte Perpetuals diese Zurückhaltung durchbrechen oder zunächst auf einen vorsichtigen Markt treffen, bleibt offen. Die Infrastruktur für institutionellen Altcoin-Handel in den USA wächst jedoch in einem Tempo, das vor einem Jahr kaum vorstellbar war.

Hinweis: Keine Anlageberatung. Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.

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