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HYPE durchbricht Allzeithoch: ETF-Zuflüsse und Whale-Positionen treiben Hyperliquid

Institutionelles Kapital strömt in HYPE-Produkte, während große Trader die aggressivsten Long-Positionen seit acht Monaten aufbauen. Der Token steht an einem kritischen Punkt.

CryptoDaily 3 min

HYPE durchbricht Allzeithoch: ETF-Zuflüsse und Whale-Positionen treiben Hyperliquid

HYPE hat mit 64,50 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht

Innerhalb von neun Tagen flossen 89 Millionen US-Dollar in neu aufgelegte ETF-Produkte, während Großanleger aggressiv kaufen und Kleinanleger verkaufen.

89 Millionen in neun Tagen

Die ETF-Produkte von Bitwise und 21Shares haben den HYPE-Markt in kurzer Zeit verändert. Bitwises BHYP erreichte allein in der ersten Woche 40 Millionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen. In den ersten 90 Minuten nach dem Start lag das Handelsvolumen bei rund 12 Millionen US-Dollar. Zusammen kommen beide Produkte auf 89 Millionen US-Dollar, was einem täglichen Kaufdruck von etwa 9,2 Millionen US-Dollar entspricht.

Zusätzlich plant Grayscale ein eigenes Produkt unter dem Ticker GHYP. Laut dem Krypto-Analysten Havoc könnte dieses weitere 8 bis 12 Millionen US-Dollar an täglichen Zuflüssen generieren. Seine Modellrechnung ist ambitioniert: Nach Abzug erwartbarer Abflüsse von 30 bis 35 Prozent, wie sie bei Spot-Bitcoin-ETFs üblich sind, ergibt sich eine geschätzte jährliche Nettonachfrage zwischen 2,9 und 3,6 Milliarden US-Dollar. Das könnte theoretisch 8 bis 33 Prozent des umlaufenden HYPE-Angebots absorbieren. Solche Hochrechnungen sind allerdings mit erheblicher Unsicherheit behaftet, da sie frühe Zuflüsse linear fortschreiben.

Whales long, Retail short

Die Positionierungsdaten zeichnen ein auffälliges Bild. Laut Alphractal haben große Trader seit Anfang Mai die aggressivsten Netto-Long-Positionen der vergangenen acht Monate aufgebaut. Gleichzeitig stehen Kleinanleger auf einem Zwölf-Monats-Tief ihrer bullischen Positionierung.

Was ist eine Short-Squeeze-Bewegung? Dabei werden gehebelte Verkaufspositionen durch steigende Kurse zwangsweise aufgelöst. Trader, die auf fallende Kurse gesetzt haben, müssen ihre Positionen schließen und treiben den Preis dadurch weiter nach oben.

Diese Divergenz zwischen Großanlegern und Kleinanlegern wird in der Marktanalyse historisch als Vorstufe einer solchen Bewegung eingeordnet.

Die Plattform selbst untermauert den Trend mit Substanz. Hyperliquid verzeichnete über 1,1 Milliarden US-Dollar an On-Chain-Nettozuflüssen in den vergangenen 30 Tagen. Das aggregierte Open Interest nähert sich laut Velo-Daten der Marke von 2 Milliarden US-Dollar.

Was ist Open Interest? Open Interest bezeichnet die Summe aller offenen Derivate-Kontrakte auf einer Plattform. Ein steigendes Open Interest deutet auf wachsendes Marktinteresse und höhere Liquidität hin.

Laut dem Analysten Byzantine General ist Hyperliquid mit einem Marktanteil von 7,2 Prozent inzwischen die drittgrößte Derivate-Plattform nach Binance und Bybit.

Warum das jetzt zählt

HYPE bewegt sich erstmals in unbekanntem Preisgebiet, gestützt von institutionellem Kapital und extremer Whale-Positionierung. Die Kombination aus ETF-Zuflüssen, wachsendem Open Interest und einer Plattform, die operativ an Gewicht gewinnt, unterscheidet diese Rallye von früheren spekulativen Ausbrüchen. Technische Zielzonen liegen laut Fibonacci-Analyse bei 76 und 89,50 US-Dollar. Analyst Bitcoin Meraklisi sieht auf Basis einer Cup-Formation ein langfristiges Ziel von 170 US-Dollar, sofern die Unterstützung bei 59,54 US-Dollar hält.

Einordnung und Ausblick

Bullisches Szenario

Die ETF-Zuflüsse halten an, Grayscales GHYP-Produkt bringt zusätzliches Kapital, und die Whale-Positionierung löst eine Short-Squeeze-Bewegung aus. In diesem Fall rücken die technischen Zielzonen bei 76 und 89,50 US-Dollar in Reichweite.

Bärisches Szenario

Ein ungeschlossenes Fair-Value-Gap zwischen 48 und 54 US-Dollar markiert laut Trader GonzoXBT eine mögliche Korrekturzone, die mit dem steigenden 50-Tage-Durchschnitt zusammenfällt. Die Bollinger-Bänder haben sich deutlich ausgeweitet, was auf erhöhte Volatilität in beide Richtungen hindeutet. Sollten die ETF-Zuflüsse nachlassen oder der Gesamtmarkt kippen, könnten die gehebelten Long-Positionen der Whales ebenso schnell zum Risiko werden. Die Datenlage spricht für Momentum, doch die Fallhöhe steigt mit jedem neuen Hoch.

Hinweis: Keine Anlageberatung. Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.

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