Ethereum fällt unter kurzfristigen Durchschnitt – ETF-Zuflüsse stützen
Nach einer Ablehnung bei 2.800 Dollar testet ETH wichtige Unterstützungszonen. Ob die jüngsten Rekordzuflüsse in Spot-ETFs den Rücksetzer auffangen, entscheidet über die nächste Richtung.
CryptoDaily 2 min

Rücksetzer nach gescheitertem Ausbruch
Ethereum ist am Dienstag an der Marke von 2.800 Dollar abgeprallt und fiel im Tagesverlauf um knapp drei Prozent auf rund 2.675 Dollar. Damit rutschte der Kurs unter den kurzfristigen 20-Perioden-Durchschnitt im Vier-Stunden-Chart, der bei etwa 2.710 Dollar verläuft. Das Tagestief lag bei 2.648 Dollar.
Die längerfristigen Durchschnitte bleiben allerdings intakt. Der 50-Perioden-Durchschnitt notiert bei rund 2.586 Dollar, der 100er bei 2.540 Dollar. Solange ETH oberhalb dieser Niveaus handelt, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend aus den Vorwochen technisch bestehen. Entscheidend ist nun, ob sich der Kurs oberhalb von 2.648 Dollar stabilisieren kann. Fällt dieses Niveau, rücken laut Liquidationsdaten von CoinGlass dicht gestaffelte Positionen zwischen 2.630 und 2.650 Dollar in den Fokus, die den Verkaufsdruck kurzfristig verstärken könnten.
ETF-Zuflüsse liefern Gegengewicht
US-Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten am Freitag und Montag zusammen gut 432 Millionen Dollar an Nettozuflüssen. Allein am Freitag flossen laut Farside Investors 270 Millionen Dollar in die Produkte. Diese Zuflüsse signalisieren anhaltendes institutionelles Kaufinteresse, das dem technischen Rücksetzer entgegenwirkt.
Was ist ein Spot-ETF? Ein börsengehandelter Fonds, der den Basiswert – in diesem Fall Ether – direkt hält, statt auf Derivate zu setzen. Zuflüsse in solche Produkte gelten als Indikator für institutionelle Nachfrage.
Ob dieses Kapital ausreicht, um die aktuelle Korrektur aufzufangen, hängt davon ab, ob sich die Zuflüsse in den kommenden Tagen fortsetzen oder ob sie lediglich den vorangegangenen Anstieg begleitet haben.
Crypto-Trader Ted Pillows verweist auf ein größeres Liquiditäts-Cluster bei 2.550 Dollar. Dieses Niveau deckt sich mit dem 100-Perioden-Durchschnitt und könnte bei einem tieferen Rücksetzer als Auffangzone dienen, bevor ein erneuter Anlauf nach oben möglich wäre.
Warum das jetzt zählt
Der Rücksetzer ist bislang eine technische Korrektur innerhalb eines intakten Aufwärtstrends. Die Kombination aus starken ETF-Zuflüssen und gehaltenen längerfristigen Durchschnitten spricht gegen einen abrupten Trendwechsel. Gleichzeitig zeigen die Liquidationsdaten, dass unterhalb des aktuellen Kurses genügend Positionen liegen, um eine Abwärtsbewegung zu beschleunigen, falls die Unterstützung bei 2.648 Dollar bricht.
Einordnung und Ausblick
Für eine Fortsetzung der Rally müsste Ethereum den Bereich um 2.710 Dollar zurückerobern und erneut die 2.800er-Marke ansteuern. Gelingt das nicht, dürfte der Markt zunächst die tieferen Unterstützungen bei 2.550 Dollar testen. Die ETF-Zuflüsse liefern einen stabilisierenden Faktor, der in früheren Korrekturen dieser Größenordnung nicht vorhanden war. Ob daraus eine tragfähige Bodenbildung entsteht, wird sich in den nächsten Handelstagen zeigen.
Hinweis: Keine Anlageberatung. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der Information und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten dar.
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