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Ethereum-ETFs: Vier Tage Zuflüsse treffen auf schwindendes Börsenangebot

Institutionelle Nachfrage zieht an, während die auf Börsen verfügbare ETH-Menge auf den tiefsten Stand seit Wochen fällt.

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Ethereum-ETFs: Vier Tage Zuflüsse treffen auf schwindendes Börsenangebot

BlackRock treibt die Zuflüsse

US-Spot-Ethereum-ETFs haben am 20. August laut CoinGlass-Daten rund 220 Millionen Dollar an Nettozuflüssen verzeichnet – der vierte positive Handelstag in Folge. Allein auf BlackRocks ETHA entfielen dabei etwa 173 Millionen Dollar. Am Vortag waren bereits 189 Millionen Dollar geflossen, der stärkste Einzeltag seit Oktober 2025.

Die Serie markiert eine deutliche Trendwende im institutionellen Interesse an ETH. Zum Vergleich: Im Mai und Juni hatten Ethereum-ETFs noch kombinierte Nettoabflüsse von über einer Milliarde Dollar verbucht. Dass BlackRock den Grossteil der Zuflüsse auf sich vereint, unterstreicht die Konzentration der Nachfrage auf wenige etablierte Anbieter.

Weniger ETH auf Börsen, mehr Druck auf das Angebot

Parallel zu den ETF-Zuflüssen sinkt die auf Kryptobörsen gehaltene ETH-Menge. Laut Santiment-Daten fiel der Bestand von rund 7,70 Millionen Coins Anfang Juni auf 6,54 Millionen Coins Mitte August – ein Rückgang von etwa 15 Prozent in elf Wochen. Weniger ETH auf Börsen bedeutet weniger unmittelbar verkaufbares Angebot.

Diese Entwicklung trifft auf ein Marktumfeld, in dem grosse Halter aktiv verkaufen. Die als 7 Siblings bekannte Whale-Gruppe veräusserte laut Lookonchain zuletzt 14.000 ETH im Wert von rund 33 Millionen Dollar. Ein weiterer Grossinvestor stiess über 11.000 stETH ab. Trotz dieser Verkäufe zeigen CryptoQuant-Daten, dass Käufer das Angebot weiterhin aufnehmen. Der 90-Tage-Indikator für Spot-Käufe bleibt deutlich auf der Nachfrageseite.

Was ist ein Whale?

Als Whale werden Grossinvestoren bezeichnet, die so grosse Mengen einer Kryptowährung halten, dass ihre Transaktionen den Marktpreis spürbar beeinflussen können.

Warum das jetzt zählt

ETH handelt aktuell im Bereich von 2.360 bis 2.400 Dollar, nach einem Wochenanstieg von über 20 Prozent. Der 14-Tage-RSI liegt bei 86 und damit deutlich im überkauften Bereich, was kurzfristige Rückschläge wahrscheinlicher macht.

Was ist der RSI?

Der Relative Strength Index ist ein technischer Indikator, der die Geschwindigkeit und Stärke von Kursbewegungen misst. Werte über 70 gelten als überkauft, Werte unter 30 als überverkauft.

Gleichzeitig hat der Anstieg über eine Milliarde Dollar an Short-Positionen liquidiert und damit spekulativen Gegenwind abgebaut.

Einordnung und Ausblick

Die Kombination aus anhaltenden ETF-Zuflüssen und sinkendem Börsenangebot schafft eine Angebotsverknappung, die bei fortgesetzter Nachfrage preisunterstützend wirken kann. Doch die Geschwindigkeit des Anstiegs birgt Risiken.

  • Bullisches Szenario: Die Zone um 2.450 bis 2.500 Dollar gilt als nächster Widerstand. Ein Wochenschluss darüber könnte den Weg in Richtung 2.700 Dollar öffnen.
  • Bärisches Szenario: Fällt ETH unter 2.280 Dollar, droht eine Korrektur zum Bereich um 2.150 Dollar.

Entscheidend wird sein, ob die institutionelle Nachfrage über die ETFs auch in der kommenden Woche anhält oder ob die Rally nach den kräftigen Zuflüssen eine Pause einlegt.

Hinweis: Keine Anlageberatung. Die dargestellten Informationen dienen ausschliesslich der Information und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten dar.

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