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Ethereum: 33 Prozent mehr ETH in Akkumulationsadressen

Sinkende Börsenbestände und steigende Netzwerkaktivität deuten auf strukturelle Angebotsverknappung hin

CryptoDaily 3 min

Ethereum: 33 Prozent mehr ETH in Akkumulationsadressen

Ethereum hat seit dem Tiefstand bei 1.750 US-Dollar rund 38 Prozent zugelegt

Ethereum hat seit dem Tiefstand bei 1.750 US-Dollar rund 38 Prozent zugelegt und notiert aktuell bei etwa 2.420 US-Dollar. On-Chain-Daten zeigen eine massive Verlagerung von ETH in langfristige Halteadressen.

Akkumulation erreicht neue Dimensionen

Die auffälligste Verschiebung findet abseits der Börsen statt. Laut CryptoQuant-Daten sind die Bestände in sogenannten Akkumulationsadressen – Wallets, die seit ihrer Erstellung noch nie ETH verkauft haben – seit Jahresbeginn um 6,5 Millionen ETH auf insgesamt 26,16 Millionen ETH gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 33 Prozent in weniger als vier Monaten.

An einzelnen Tagen flossen über 358.000 ETH in diese Adressen, der Durchschnitt lag 2026 bei rund 200.000 ETH pro Tag. Gleichzeitig befinden sich die ETH-Bestände auf Börsen auf Mehrjahrestiefs. Weniger verfügbares Angebot auf Handelsplattformen bedeutet: Bereits moderate Nachfrageschübe können den Kurs überproportional bewegen. Die Kombination aus wachsender Akkumulation und sinkendem Börsenangebot verdichtet das Bild einer strukturellen Verknappung.

Netzwerkaktivität bestätigt das Signal

Die Akkumulationsdaten stehen nicht isoliert. Die täglich aktiven Adressen auf Ethereum haben sich laut CryptoQuant von knapp 385.000 Anfang April auf über 730.000 fast verdoppelt. Dieser Anstieg um 89 Prozent signalisiert, dass die Erholung von tatsächlicher Nutzung getragen wird – nicht nur von spekulativen Positionierungen.

Zusätzlich sind laut Dune-Daten derzeit 39,2 Millionen ETH im Staking gebunden und damit dem freien Handel entzogen.

Was ist Staking?

Beim Staking werden Kryptowährungen in einem Netzwerk hinterlegt, um dessen Betrieb zu sichern. Die hinterlegten Bestände sind für einen bestimmten Zeitraum nicht frei handelbar.

Zusammengerechnet mit den Akkumulationsbeständen liegt ein erheblicher Teil des gesamten ETH-Angebots in Strukturen, die kurzfristige Verkäufe unwahrscheinlich machen. Technisch haben mehrere Analysten ein Cup-and-Handle-Muster identifiziert, das bei einem bestätigten Ausbruch über die Zone um 2.400 US-Dollar Kursziele zwischen 2.960 und 3.150 US-Dollar ergeben könnte.

Warum das jetzt zählt

Die Angebotsverknappung trifft auf einen Markt, der sich nach Monaten der Schwäche erst neu orientiert. Solange ETH die Zone zwischen 2.350 und 2.400 US-Dollar hält, bleibt das bullische Szenario intakt.

Einordnung / Ausblick

Bull-Szenario:

Die strukturelle Verknappung durch Akkumulation und Staking entzieht dem Markt zunehmend frei handelbares Angebot. Ein bestätigter Ausbruch über 2.400 US-Dollar könnte laut technischer Analyse Kursziele im Bereich von 2.960 bis 3.150 US-Dollar aktivieren.

Bear-Szenario:

Ein Scheitern an der Widerstandszone um 2.900 bis 3.035 US-Dollar könnte laut Analyst Crypto Patel einen Rückfall in die Spanne zwischen 1.500 und 2.000 US-Dollar auslösen. Übergeordnete Marktrisiken könnten die positiven On-Chain-Signale überlagern.

Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die strukturelle Verknappung tatsächlich als Preistreiber wirkt.

Hinweis: Keine Anlageberatung. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.

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