Bitcoin testet entscheidende Marke: 80.000 Dollar trennen Bullen von Bären
Erstmals seit dem Zyklusgipfel schließt Bitcoin über dem 100-Tage-Durchschnitt – doch eine massive Verkaufszone wartet direkt darüber.
CryptoDaily 3 min

Bitcoin notiert bei rund 78.300 Dollar
und hat erstmals seit dem Zyklusgipfel Ende 2025 einen Tagesschluss oberhalb des 100-Tage-Durchschnitts erzielt. Doch zwischen 78.000 und 80.000 Dollar liegt ein Widerstand, der seit Februar jeden Erholungsversuch gestoppt hat.
Warum 80.000 Dollar mehr als eine runde Zahl sind
Der Großteil der Bitcoin-Bestände, die aktuell im Verlust liegen, wurde zwischen 80.000 und 125.000 Dollar angehäuft. Das zeigen On-Chain-Analysen von CryptoPotato. Konkret befinden sich derzeit 35,8 Prozent des zirkulierenden Angebots unter Wasser.
Viele dieser Bestände stammen aus der Distributionsphase Ende 2025, als Bitcoin sein Allzeithoch markierte. Erreicht der Kurs nun diese Kaufzonen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Halter zum Einstandspreis verkaufen, um Verluste zu begrenzen. Das erzeugt strukturellen Verkaufsdruck, der über normales Marktgeschehen hinausgeht. Historisch löst sich dieser Druck erst auf, wenn mehr als 75 bis 80 Prozent des Angebots im Gewinn liegen. Mit 64,2 Prozent ist diese Schwelle noch deutlich entfernt.
Analyst Ted Pillows beschreibt zwei Szenarien
Haelt Bitcoin die Zone um 78.000 Dollar und durchbricht die 80.000er-Marke nachhaltig, waere ein Anstieg Richtung 86.000 Dollar moeglich, wo eine offene Kursluecke an der CME wartet. Scheitert der Versuch, droht ein Rueckfall zunaechst auf 70.000, bei anhaltender Schwaecheperiode bis auf rund 66.000 Dollar.
Technische Signale stuetzen mit Einschraenkung
Die juengste Erholung hat messbare Spuren hinterlassen. Bitcoin hat einen langfristigen absteigenden Kanal nach oben verlassen, der den gesamten Abwaertstrend seit dem Zyklusgipfel eingeschlossen hatte. Auf dem 4-Stunden-Chart hielt der Retest der 75.000-Dollar-Marke, der RSI notiert ueber 60 und signalisiert wachsendes Momentum.
Analyst Rekt Capital hebt zudem hervor, dass der Wochenschluss knapp oberhalb der 21-Wochen-EMA gelang. Ein erneuter Wochenschluss darunter wuerde dieses Signal sofort entkraeften.
Zwischen den positiven Signalen mahnen andere Analysten zur Vorsicht
Merlijn The Trader verweist auf ein wiederkehrendes Muster: In den Jahren 2014, 2018 und 2022 bildete Bitcoin jeweils im Mai ein Zyklusmaximum, gefolgt von Rueckgaengen zwischen 61 und 66 Prozent. Sollte sich dieses bislang unbestaetigte Muster wiederholen, waere ein deutlich tieferes Kursniveau im weiteren Jahresverlauf denkbar.
Warum das jetzt zaehlt
Bitcoin befindet sich an einem technischen Scheideweg. Die Rueckeroberung des 100-Tage-Durchschnitts und der Ausbruch aus dem Abwaertskanal sind die konstruktivsten Signale seit Monaten. Doch die On-Chain-Daten zeigen, dass der Markt einen massiven Ueberhang an Bestaenden mit sich traegt, die bei steigenden Kursen als Verkaufsdruck wirken. Die Zone um 80.000 Dollar ist daher keine gewoehnliche Widerstandsmarke.
Bullisches Szenario
Ein nachhaltiger Tagesschluss ueber 80.000 Dollar wuerde den Anteil profitabler Bestaende sprungshaft erhoehen und koennte den Verkaufsdruck strukturell verringern. Darueber wartet der 200-Tage-Durchschnitt bei rund 85.000 Dollar als naechste Huerde.
Bärisches Szenario
Bleibt der Durchbruch aus, ruecken die Unterstuetzungen bei 73.000 und 70.000 Dollar wieder in den Fokus. Das historische Zyklusmuster wuerde in diesem Fall zusaetzliches Abwaertsrisiko signalisieren.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investition in Kryptowaehrungen ist mit Risiken verbunden. Eigenstaendige Recherche wird empfohlen.
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