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Bitcoin startet in den Oktober bei 84.000 Dollar – Citi sieht 113.000

Institutionelle Zuversicht trifft auf das höchste Renditeniveau seit 2002

CryptoDaily 4 min

Bitcoin startet in den Oktober bei 84.000 Dollar – Citi sieht 113.000

Bitcoin eröffnet den Oktober bei rund 84.000 Dollar – zwischen einer angehobenen Citi-Prognose und US-Anleiherenditen auf dem höchsten Stand seit über zwei Jahrzehnten.

Citi dreht das Bild: Von 82.000 auf 113.000 Dollar

Noch im Juli hatte die Citigroup ihr Bitcoin-Kursziel von 112.000 auf 82.000 Dollar gesenkt, nachdem ETF-Zuflüsse versiegten. Jetzt vollzieht die Investmentbank eine Kehrtwende. In einer Kundenmitteilung, über die Reuters berichtete, setzt Citi das neue 12-Monats-Ziel auf 113.000 Dollar. Begründung: verbesserte Makrobedingungen und wieder anziehende ETF-Nachfrage. Die Bank erwartet rund 5 Milliarden Dollar an Zuflüssen in Krypto-ETFs über die kommenden zwölf Monate, getrieben vor allem durch Finanzberater und Brokerage-Allokationen.

Was sind Spot-Bitcoin-ETFs?

Spot-Bitcoin-ETFs sind börsengehandelte Fonds, die direkt in Bitcoin investieren und es institutionellen wie privaten Anlegern ermöglichen, über klassische Depots an der Bitcoin-Kursentwicklung teilzuhaben.

Die Datenlage stützt dieses Bild teilweise. Laut Farside Investors verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs über neun aufeinanderfolgende Handelstage Nettozuflüsse von insgesamt 3,08 Milliarden Dollar. Die Woche bis zum 25. September war mit rund 2,4 Milliarden Dollar der stärkste Wochenwert seit Oktober 2025. Doch am 30. September endete die Serie abrupt mit Abflüssen von rund 139 Millionen Dollar. Es bleibt offen, ob die Zuflüsse einen neuen Trend markieren oder lediglich eine Korrektur nach der sommerlichen Schwächephase darstellen.

Anleiherenditen als Gegengewicht

Während Citi optimistisch nach vorne blickt, sendet der Anleihemarkt ein gegensätzliches Signal. Laut Cointelegraph erreichte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zuletzt 5,34 Prozent – den höchsten Wert seit April 2002 – bevor sie auf 5,25 Prozent zurückfiel. Auch die Rendite dreißigjähriger Anleihen markierte ein neues Mehrjahreshoch.

Die Gründe reichen über die Geldpolitik hinaus. Analysten verweisen auf wachsende Sorgen über steigende Staatsschulden und höhere Energiepreise. Die nächste Fed-Entscheidung steht am 28. Oktober an. Die Federal Reserve hatte im September die Zinsen auf 3,75 bis 4,00 Prozent erhöht. Der im August gemessene PCE-Inflationsindex fiel mit 3,4 Prozent zwar unter die Erwartungen, doch Marktbeobachter führen einen Teil der Abweichung auf methodische Änderungen zurück.

Was ist der PCE-Index?

Der Personal Consumption Expenditures Index misst die Preisentwicklung bei Konsumausgaben und gilt als bevorzugter Inflationsindikator der US-Notenbank.

Für Bitcoin bedeutet dieses Umfeld Gegenwind. Höhere Anleiherenditen machen risikofreie Anlagen attraktiver und entziehen spekulativen Märkten Liquidität. Bitcoin reagierte bereits: Nach einem kurzen Anstieg auf 85.600 Dollar am 30. September gab der Kurs die Gewinne vollständig ab.

Warum das jetzt zählt

Der Oktober hat seit 2013 eine durchschnittliche Bitcoin-Rendite von knapp 20 Prozent. Doch Durchschnitte können täuschen: 2025 schloss der Monat mit einem Minus von fast 4 Prozent. Entscheidend wird diesmal die Zone um 82.000 Dollar. Analysten identifizieren dort laut crypto.news eine dichte Konzentration gehebelter Positionen. Bricht dieser Support, könnten Liquidationskaskaden den Kurs rasch Richtung 80.000 Dollar drücken. Auf der Oberseite gilt ein nachhaltiger Ausbruch über 87.500 Dollar als Voraussetzung für eine Bewegung Richtung 95.000 Dollar.

Der Makrokalender verschärft die Lage. Bereits heute steht der US-Arbeitsmarktbericht an, am 14. Oktober folgen die Verbraucherpreisdaten, am 28. Oktober die Fed-Entscheidung. Jeder dieser Termine kann die Zinserwartungen verschieben und damit die Richtung für Bitcoin vorgeben.

  • Heute: US-Arbeitsmarktbericht
  • 14. Oktober: Verbraucherpreisdaten
  • 28. Oktober: Fed-Entscheidung

Einordnung / Ausblick

  • Bullisches Szenario:

    Institutionelle Akteure wie Citi und Strategy – das seine Bestände auf 847.666 Bitcoin aufgestockt hat – signalisieren langfristiges Vertrauen. Halten die ETF-Zuflüsse an und fallen die Inflationsdaten weiter, könnte Bitcoin die 87.500-Dollar-Marke überwinden und Kurs auf die Citi-Prognose nehmen.

  • Bärisches Szenario:

    Bleiben die Anleiherenditen auf dem aktuellen Niveau oder steigen weiter, dürfte die Risikobereitschaft gedämpft bleiben. Ein Bruch der 82.000-Dollar-Unterstützung würde die technische Lage deutlich verschlechtern. Die Citi-Prognose ist ein Signal für verändertes institutionelles Sentiment – ob der Markt folgt, entscheidet sich an den Daten der kommenden Wochen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind volatil. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener Recherche basieren.

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