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Bitcoin beendet fünfmonatige Verlustserie – doch 650.000 BTC lasten als Widerstand

Erstmals seit Oktober 2025 schließt Bitcoin einen Monat im Plus. Der Weg nach oben führt durch eine der dichtesten Angebotszonen seit Jahren.

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Bitcoin beendet fünfmonatige Verlustserie – doch 650.000 BTC lasten als Widerstand

Bitcoin schloss den März mit einem Plus von rund zwei Prozent

Bitcoin schloss den März mit einem Plus von rund zwei Prozent und beendete damit fünf aufeinanderfolgende rote Monatskerzen – die längste Serie seit 2018. Zum Aprilstart notiert der Kurs bei etwa 68.500 Dollar.

650.000 BTC zwischen 70.000 und 72.000 Dollar – die Angebotszone im Fokus

Laut Glassnode-Daten liegen rund 650.000 BTC mit einer Kostenbasis im Bereich von 70.000 bis 72.000 Dollar. Diese Halter sitzen auf Buchverlusten und dürften bei einer Annäherung an ihre Einstiegskurse verstärkt zum Verkauf neigen.

Was ist Kostenbasis?

Die Kostenbasis beschreibt den durchschnittlichen Kaufpreis, zu dem Anleger ihre Bitcoin erworben haben. Nähert sich der Marktpreis diesem Niveau, steigt erfahrungsgemäß der Verkaufsdruck.

In derselben Zone konvergieren der 50-Tage-Durchschnitt und der 50-Tage-EMA, was die technische Bedeutung dieses Bereichs zusätzlich verstärkt. Gleichzeitig signalisieren On-Chain-Indikatoren erhöhte Aktivität: Der mittlere Exchange Inflow ist laut CryptoQuant-Analyst Maartunn auf 2,62 BTC gestiegen – ein Niveau, das zuletzt beim Preisrückgang im Februar auftrat. Zudem wurden in den vergangenen Tagen rund 600 BTC bewegt, die älter als zehn Jahre sind. Beide Signale deuten darauf hin, dass größere Marktteilnehmer Verkäufe vorbereiten könnten.

Was ist Exchange Inflow?

Der Exchange Inflow misst die Menge an Bitcoin, die auf Handelsplattformen eingezahlt wird. Ein steigender Wert gilt als Hinweis auf bevorstehenden Verkaufsdruck.

Saisonalität sendet gemischte Signale

Die historische April-Bilanz klingt zunächst ermutigend: Seit 2013 schloss Bitcoin den Monat laut CoinGlass-Daten in acht von dreizehn Jahren im Plus, mit einem Durchschnitt von zwölf Prozent. Doch ein Detail trübt das Bild. In neun von dreizehn Fällen bewegte sich der April entgegengesetzt zum März. Konkret fiel Bitcoin zwischen 2021 und 2024 in drei von vier Jahren im April, nachdem der März positiv ausgefallen war. Die Statistik liefert keine verlässliche Orientierung in eine Richtung.

Warum das jetzt zählt

Bitcoin befindet sich an einer Schwelle. Der 200-Wochen-EMA bei rund 68.300 Dollar verläuft fast exakt auf Höhe des aktuellen Kurses und markiert eine historisch bedeutsame Unterstützungslinie. Darunter liegt der realisierte Preis bei etwa 54.000 Dollar als tieferes Sicherheitsnetz.

Was ist der realisierte Preis?

Der realisierte Preis ist der durchschnittliche Preis aller Bitcoin, gewichtet nach dem Zeitpunkt ihrer letzten Bewegung auf der Blockchain. Er gilt als langfristiger Boden in früheren Marktzyklen.

Sollte Bitcoin die Angebotszone bei 70.000 bis 72.000 Dollar durchbrechen, öffnet sich laut technischen Modellen der Weg Richtung 83.000 Dollar. Scheitert der Kurs erneut an diesem Widerstand, warnt Analyst Willy Woo vor einem möglichen Rückgang in den Bereich 46.000 bis 54.000 Dollar – wobei er selbst einräumt, dass diese Modelle auf lediglich vier historischen Zyklen basieren.

Einordnung und Ausblick

Das Ende der Verlustserie ist ein notwendiges, aber kein hinreichendes Signal für eine Trendwende. Die Angebotszone oberhalb von 70.000 Dollar wird zum Prüfstein.

  • Bull-Szenario: Ein nachhaltiger Ausbruch über 72.000 Dollar würde den Angebotsüberhang absorbieren und den Weg Richtung 83.000 Dollar freimachen. Die Beweislast verschöbe sich zugunsten der Käufer.
  • Bear-Szenario: Scheitert Bitcoin erneut an der Widerstandszone, droht ein Rückfall unter den 200-Wochen-EMA. In diesem Fall rücken laut Willy Woo Kurse zwischen 46.000 und 54.000 Dollar in den Fokus – ein Szenario mit eingeschränkter statistischer Grundlage.

Hinweis: Keine Anlageberatung. Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken. Kryptowährungen sind hochvolatil – eigene Recherche ist unerlässlich.

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